Informationen 

 

Darstellung von Farbvarianten

 

 Erklärungen einiger Begriffe

EMS-Code:
Ein Code für Farbbezeichungen innerhalb der FIFe. NFO steht hier für die Norwegische Waldkatze

Farbgruppen:
auf FIFe-Ausstellungen werden die jeweiligen Farben in Farbgruppen gerichtet;
für unsere Norwegischen Waldkatzen gibt es die Farbgruppen 1 - 9

 Allgemeine Informationen zu den verschiedenen Zeichnungen (Tabby-Muster) bei Katzen

3 der 4 Zeichungsarten zeigen auf der Stirn eine Markierung in Form eines 'M'. Auf der jeweiligen Grundfarbe befindet sich eine klare, meist gut zu erkennende, Zeichnung. Der Schwanz ist gleichmässig beringt und endet in einer einfarbigen Schwanzspitze. Diese Aussagen stehen für die Zeichnungsarten 'gestromt, getigert & getupft'. Eine weitere Zeichnungsart ist das 'ticked', welche die oben genannten Dinge nicht zeigt. Mehr Infos dazu aber nachfolgend.

    

 
 

 

 

die Vorstellung der einzelnen Farben erhalten sie nachfolgend

 

 

 

     

 

 

 

 

 

 

Katzen und Allergien


Katzen sind keine kleinen Hunde

Dieses Phänomen ist bei weitem nicht geklärt.

Die Reaktionen der Katzenzellen und die Antwort darauf, die Zellkaskade, erfolgen anders als bei menschlichen Zellen.

Die Forschungen zur Entstehung der Symptomatik der Katzenallergie und zu allergischen Reaktionen im Katzenkörper sind noch nicht weit vorangeschritten.

Die Symptome sind nur zu einem geringen Teil ähnlich wie bei Hund und Mensch. Katzen weisen zahlreiche eigene Besonderheiten auf. Katzen sind eben keine kleinen Hunde.

 Die am häufigsten vorkommenden Allergieformen der Katze sind:

Flohspeichelallergie (FSA)

Futtermittelallergie

Asthma

Insektenstiche

Kontaktallergie

Diese Allergien können unter anderem in Erscheinung treten als:

feline selbstinduzierte Alopezie (FSA)

miliare Dermatitis (MD)

eosinophiler Granulomkomplex (EGC)

feline selbstinduzierte Ulzera (FSU)


Feline selbstinduzierte (selbstverursachte) Alopezie

Dabei ist nur ein Haarverlust (Alopezie) zu sehen.

Der Haarverlust entsteht durch ein gesteigertes Putzverhalten aufgrund des Juckreizes, der durch die Allergie ausgelöst wird.

Die Katze putzt sich regelrecht die Haare weg.

Beobachtet wird dieser Haarverlust meistens in Bereichen, die gut mit der Zunge erreichbar sind wie Bauch, Vorderbeine, Körperseiten. Manchmal ist auch der Rücken kahl. Bei einigen Katzen sind die Haare nicht ganz weg, sondern nur schütter (an den oben angeführten Körperbereichen).

Etwa 90 % der Katzen zupfen sich die Haare vom Besitzer unbemerkt aus. Haarbüschel werden unter dem Bett oder an anderen beliebten Aufenthaltsorten des Tieres gefunden.

Der zweite Symptomkomplex, der bei Allergien der Katze zu beobachten ist, ist die

miliare Dermatitis.

Dieses Reaktionsmuster wird oft eher erfühlt als gesehen.

Die Katzen haben mehrere oder sogar sehr viele kleine Krusten, oft über den ganzen Körper verteilt, meistens jedoch im Rücken-, Bauch-, und Halsbereich.

Juckreiz kann bestehen, ist aber eher ungewöhnlich.

Eosinophiler Granulomkomplex

Er zeichnet sich unter anderem aus durch:

  1. geschwollene Lippen (indolent ulcer) und/oder

eosinophile Plaque,

rote Striemen an den Hinterläufen (eosinophiles lineares Granulom).

Bei „indolent ulcer“ handelt es sich um ein nicht schmerzhaftes Geschwür.

Meist sind die Lippen der Katze betroffen – Unter- oder Oberlippe oder beide.

Die Lippen können zum Teil sehr stark anschwellen und bekommen oft einen gelben Belag. Dabei handelt es sich um das eigentliche Geschwür.

Die Katzen können ziemlich entstellt aussehen und die Lippen können auch bluten.

Bei Beteiligung des harten Gaumens sind auch Blutungen aus kleinen Arterien möglich. Dabei scheinen die Katzen überhaupt keine Schmerzen zu haben. Juckreiz besteht nicht.

Sie können ohne Probleme Futter und Wasser aufnehmen und sich selbst pflegen.

Die eosinophile Plaque ist im Aussehen sehr variabel. Haarlos, erhaben, klein, glänzend. Typisch ist deutlicher Juckreiz; die betroffenen Tiere belecken diese Veränderungen fast ununterbrochen. Jüngere Katzen scheinen am häufigsten betroffen zu sein. Betroffen sind der Bauch, die Hintergliedmaßen, seltener der Hals und die Zwischenzehenbereiche.

Eosinophiles (lineares) Granulom: Die Striemen, die meistens an den Hinterläufen und Flanken entstehen, werden von den Besitzern oft nicht wahrgenommen. Die Veränderungen werden meist zufällig entdeckt. Eine Variante ist das Fettkinn.

Der Juckreiz ist variabel.

Für diese Form gibt es eine deutliche Altersdisposition: 6-12 Monate.

Feline selbstinduzierte (selbstverursachte) Ulzera

Dabei handelt es sich um gelblich nässende, haarlose Hautbereiche, die sehr stark jucken. Statt der Zunge werden die Krallen benützt, die Haut bleibt nicht mehr intakt. Die Besitzer berichten, die Katzen seien regelrecht besessen und kaum bei ihrer Tätigkeit zu stören.

Diese Veränderungen befinden sich im Bereich vom Kopf über den Hals bis zu den Schulterblättern, also in den Bereichen, die von den Krallen der Hintergliedmaßen besonders gut erreichbar sind.

Mögliche Ursachen dieser Reaktionsmuster sind:

  1. Flohspeichelallergie

atopische Dermatitis

felines Asthma

Futtermittelallergie

Insektenstiche

Kontaktallergie


Wenn die Katze ein Freigänger ist, ist die

Flohspeichelallergie

die häufigste Allergie der Katze.

Die Katze ist auf den Flohspeichel und auf Ganzflohextrakte allergisch. Dieser Speichel hat unter anderem eine gerinnungshemmende Komponente, sonst könnte der Floh die Blutmahlzeit nicht aufsaugen. Der Speichel wird der Katze beim Biss unter die Haut gespritzt.

Es genügt der Biss eines einzigen Flohs, um eines oder mehrere der oben angeführten Symptome auszulösen.

Die Katze nimmt die Flöhe beim Herumstreunen auf und bringt sie in die Wohnung oder ins Haus mit hinein. Dort findet der Floh optimale Vorraussetzungen für seine Fortpflanzung.

Jeder weibliche Floh kann bis zu 50 Eier pro Tag legen. Binnen 3-4 Wochen ist aus jedem Ei ein weiterer hungriger, fortpflanzungsfähiger Floh entstanden, der wieder 50 Eier pro Tag legen kann.

Wie Katzenbesitzer wissen, putzen sich die Katzen sehr ausgiebig, weshalb trotz Flohbefalls keine Flöhe und kein Flohkot gefunden werden müssen.

Die Behandlung ist ein wenig arbeitsintensiv, aber klar:

Katzen und andere tierische Mitbewohner müssen flohfrei gemacht werden.

Die Wohnung oder das Haus muss saniert werden, da die Larven der Flöhe bevorzugt in Polstermöbeln, Teppichen und Ritzen hausen.

Empfehlenswert ist eine dauerhafte Flohprotektion der freilebenden Tiere.

Die oben beschriebenen Reaktionsmuster könnten genauso für die

atopische Dermatitis gelten.

Es wird angenommen, dass die Allergene (das die Allergie auslösende Eiweiß) durch die Haut penetrieren (durchdringen) und somit die Haut das Organ ist, wo die Symptome entstehen.

Die Allergene können auch eingeatmet werden, dann entsteht z. B. eine Lidbindehautentzündung, ein chronischer Husten oder ein felines Asthma.

Ursachen können Pollen, Gräser, Schimmelpilze, Hausstaubmilbenkot, Futtermittelmilbenkot, aber auch Menschen und vieles andere mehr sein.

Der Hauttest, der sich bei Hund und Mensch bewährt hat, funktioniert nicht gut oder gar nicht bei Katzen.

Deshalb ist es bei der Katze manchmal sehr schwer, die Ursache einer Atopie herauszufinden.

Die Behandlung besteht im Vermeiden der Allergene. Bei saisonalem Auftreten sind Pollen oder Gräser als Ursache zu vermuten. Das Tier kann in dieser Zeit mit einem feuchten Lappen abgewischt werden, um die Pollen und Gräser ein wenig zu entfernen.

Asthma

Wenn die Katze sehr viel hustet und nicht mehr so ausdauernd ist, wenn sie nach ihren üblichen „narrischen Minuten“ oder nach dem Spielen hechelt, kann das ein Zeichen von Asthma sein.

Asthma ist eine allergische Reaktion der Schleimhäute im Atmungstrakt.

Salopp formuliert kann man sagen, dass die Atemwege zuschwellen. Es kommt zu einer vermehrten Schleimbildung. Die Folgen sind Husten und Leistungsabfall.

Da diese Symptome auch bei einer Herzerkrankung oder bei anderen Lungenerkrankungen vorkommen können, sollte bei Verdacht auf jeden Fall ein Röntgen gemacht werden, denn so kann schon ein erster Anhaltspunkt für Asthma gewonnen werden.

Wenn das Röntgen nicht aussagekräftig ist, kann auch noch die Sauerstoffmenge gemessen werden, die die Katze verbraucht (das Atemvolumen). Denn wenn die Schleimhäute angeschwollen und außerdem noch mit Schleim verlegt sind, kann die Katze nicht so viel Luft einatmen wie normal. Das ist ein weiterer Anhaltspunkt für Asthma.

Die Therapie besteht im Verabreichen von Kortison und von Medikamenten, die die Bronchien erweitern.

Dies kann durch Spritzen, in Form von Tabletten oder auch durch einen Inhalator geschehen.

Bei leichten und mittelschweren Fällen kommt es sehr schnell zu einer Besserung.

Bei schweren Fällen kann die Behandlung komplizierter werden, da bei Katzen Kortison manchmal keine Wirkung zeigt.

Futtermittelallergie

Die klinischen Erscheinungen sind ziemlich gleich wie bei der Flohspeichel-allergie und Atopie, jedoch kommen gröbere Kratzverletzungen im Kopfbereich häufiger vor, besonders um die Ohren, im Nacken und im Halsbereich.

Auch Durchfall und Erbrechen sind oft damit verbunden.

Manchmal sieht man sogar Bluttropfen beim Absetzen des Stuhles.

Weil die Symptome der Allergien ziemlich gleich sind, kann man nicht vom Erscheinungsbild her auf die auslösende Allergie schließen.

Eine Eliminationsdiät ist eine Möglichkeit, allergieauslösende Futtermittel auszuschließen. Die betroffene Katze bekommt dabei ein Futter mit bekannten Inhaltstoffen, etwas, was sie bis jetzt noch nie gefressen hat. Zur Auswahl stehen zum Beispiel Lamm, Lachs, Kaninchen, Pute, Ente. Es gibt auch Futter, das so verarbeitet ist, dass es keine allergischen Reaktionen auslösen kann, sogenannte hypoallergene Futtermittel.

Die Katze sollte das ausgewählte Futtermittel mindestens 6 Wochen lang erhalten.

In dieser Zeit dürfen weder Leckerlis noch andere Nahrungsmittel gefüttert werden. Die Eliminationsdiät wird sowohl von den Kunden als auch von den Katzen oft sehr skeptisch aufgenommen. Manchmal ist zwar der Besitzer willig, die Katze jedoch nicht. Aber es stehen sehr viele unterschiedliche Futtermittel zur Auswahl: Hartfutter, weiches Futter, Frischbeutel und Dosen in verschiedenen Geschmacks-richtungen. Bis jetzt habe ich noch immer etwas gefunden, was der Katze gut geschmeckt hat. Da die Eliminationsdiät praktisch die einzige Möglichkeit ist, eine Futtermitte-lallergie zu diagnostizieren, und nicht wehtut, sollte sie ausprobiert werden.

Eliminationsdiät.

  1. Wählen Sie ein Futtermittel mit definierter Proteinquelle aus mit dem das Tier noch nicht in Kontakt war .z.B. Lamm, Pferd, Ente, Truthahn.

Füttem Sie dieses Futter AUSSCHLIESSLICH!!

Bieten Sie dem Tier immer frisches sauberes Trinkwasser an.

Führen Sie diese Fütterung mindestens 3 Wochen lang durch. Wählen Sie nun eine andere Proteinquelle aus.

Lässt sich eine eindeutige Besserung feststellen, verabreichen Sie erneut das ursprüngliche Futter um einen Unterschied festzustellen.

Tritt ein Rückfall auf, wenden Sie wiederum die Eliminationsdiät an.

Fassen Sie für die weitere Fütterungen den Wechsel zu einer industriell hergestellten, ausgewogenen Selected Protein Diät in Auge.

Versuchen Sie dieser Diät kleine Mengen verschiedener Futtermittelbestandsteile hinzufügen. Dies können z.B. Milchprodukte, Eier, Fisch, Getreide oder Rindfleisch sein.

Ist das Allergen bekannt so wird es aus der Nahrung des Tieres entfernt.

Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen.

Kontaktallergie

Meist sind die Pfoten betroffen.

Katzenstreu ist das bekannteste Allergen.

Eine Behandlung und das Auswechseln des Katzenstreus können Abhilfe schaffen.

Flohhalsbänder können ein Ekzem am Hals verursachen. Ich würde auch das als Kontaktallergie einstufen.

Nach dem Entfernen des Halsbandes heilt das Ekzem ab, meist wachsen aber nicht alle Haare nach. Das Haarkleid bleibt an den ehemals befallenen Stellen schütter.

Insektenstiche

Was gibt es für eine Katze Interessanteres als einen Nachtfalter oder einen Käfer.

Die Katze ist ein Jagdtier. Sie jagt sehr ausgiebig und macht leider auch nicht halt vor Wespen, Bienen und anderen stechenden Insekten.

Aus diesem Grund sind meist die Vorderpfoten betroffen, da die Katze sie benutzt, um mit der Beute zu „spielen“ oder um den Insekten nachzuschlagen.

Die Pfote schwillt sehr stark an und schmerzt. Außerdem hat die Katze oft Fieber und fühlt sich unwohl.

Katzen, die von Mücken an der Nase gestochen werden, können eine Schwellung bekommen. Der Nasenrücken bekommt dann eine Vorwölbung.

Hier helfen Kortison und eine entwässernde Spritze.


Gefunden im Internet

@Dipl.Tzt.Eva Panner-Frisch


 

 

 

Der Tod eines Tieres

Für viele Menschen gehören Hund, Katze , Kaninchen, Meerschweinchen und Vogel zur Familie. Ein Tier ist oft über Jahre hinweg ein vertrauter, enger Gefährte. Um so bedrückender ist es, wenn das Tier stirbt, altersschwach oder schwer krank wird. In letzteren Fällen muss dann oft die schwere Entscheidung getroffen werden, ob das Tier, damit es nicht weiter leiden muss, eingeschläfert werden soll.

Dieses Thema ist auch für uns Tierärzte nicht als Routine in der alltäglichen Praxis anzusehen, auch wir müssen aber immer wieder die Grenzen der Medizin akzeptieren und zum Wohle oder Nichtleidenlassen des Tieres entscheiden.

Leider wird dieses Thema jedoch oft bis zum letzten Tag verdrängt, man will sich mit diesem letzten Schritt noch nicht befassen. Wir wollen jedoch auch das Thema Tod und Euthanasie ansprechen und Ihnen die Möglichkeiten geben, in aller Ruhe über diese Punkte nachzudenken. Als Grundlage dieses Artikels wurde eine Informationsbroschüre der Fa.Waltham gewählt, erarbeitet von der Tierärztin Thekla Vennebusch.

Wann ist Einschläfern eine Erlösung?

Es ist nicht immer einfach zu erkennen, ob ein altes oder krankes Tier noch Freude am Leben hat oder ob es so sehr leidet, dass der Tod eine Erlösung ist. Das Wichtigste ist, dass diese Frage unabhängig von den eigenen, persönlichen Ansichten und Ängsten entschieden wird - allein im Sinne des Tieres. Ein altes oder krankes Tier leiden zu lassen, die Augen vor seinem Leid zu verschließen, ist ebenso unverantwortlich, wie ein Tier grundlos oder verfrüht einschläfern zu lassen.

Unter der Last der Verantwortung und aus der Sorge heraus, nicht im Sinne des Tieres zu entscheiden, fragen viele Tierhalter nach objektiven Kriterien für den richtigen Zeitpunkt. Allgemeingültige Regeln gibt es aber nicht. Folgende Gründe können jedoch ausschlaggebend sein:

Verlust der Lebensqualität durch

  • unheilbare Krankheiten

    Einschläfern -eine Pflicht zum Schutz des Tieres?

Laut Tierschutzgesetz ist es verboten, einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen. Es macht sich strafbar, wer einem Tier länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen zufügt.

Was aber heißt >> zufügen << ? Nicht nur, wer aktiv für Schmerzen und Leid eines Tieres verantwortlich ist, handelt gegen das Gesetz. Auch wer Schmerzen und Leid ignoriert, duldet oder verlängert, handelt unverantwortlich.


In der offiziellen Tierheimordnung des Deutschen Tierschutzbundes e.V. steht:

" Das Einschläfern von unheilbar kranken Tieren, die nur unter Schmerzen und Leiden weiterleben können, ist ein selbstverständliches Gebot des Tierschutzes."

Voran erkenne ich, ob mein Tier leidet ?

Tierhalter kennen ihr Tier sehr gut. Sie merken, wenn etwas nicht stimmt, wenn das Tier leidet und die Freude am Leben verliert. Hinweise hierauf können sein:

Das Tier

  • hat andauernde Schmerzen und/oder starke Schmerzen

  • kann oder will sich nur noch sehr begrenzt bewegen

  • kann oder will nicht mehr fressen und/oder trinken

  • wirkt apathisch, verliert das Interesse und nimmt kaum noch Anteil an seinem Umfeld

  • verändert sein Verhalten, ist plötzlich extrem ruhig, scheu oder aggressiv

Zu beachten ist dabei, dass Tiere oft erst sehr spät zeigen, dass sie Schmerzen haben oder leiden. Die Natur ist so eingerichtet, damit ein krankes Tier vom Feind nicht als schwach und damit als leichte Beute erkannt wird. Allerdings hat die Natur durch die natürlichen Feinde auch eine Art der Euthanasie, um den langen Leidensweg eines kranken Tieres abzukürzen ! Ein altes, krankes Tier wird immer eine leichtere Beute sein als ein junges, ausdauerndes Tier. So bleiben gesunde Tiere länger für die Fortpflanzung und Arterhaltung dieser Population erhalten !

In unserer Haustierhaltung fehlt dieser natürliche Feind. Daher kann es in manchen Fällen sinnvoll sein, ein unheilbar krankes Tier einzuschläfern, bevor seine Erkrankung sehr weit fortgeschritten ist. Unnötiges Leiden kann damit verhindert werden.

Grundsätzlich entscheidend sind also der Gesundheitszustand des Tieres, Art und Ausmaß seiner Erkrankung sowie die allgemeine Verfassung. Aber auch das Alter des Tieres und sein individuelles Wesen sind zu berücksichtigen.

Ein ohnehin sehr ruhiger und bewegungsunfreudiger Hund wird unter eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten weniger leiden als ein temperamentvoller Wirbelwind. Eine Katze, die durch einen Unfall ein Auge verliert, verliert nicht unbedingt auch ihre Lebensfreude. Sind aber Gehirn und Nerven so geschädigt, dass das Tier regelmäßig Ausfallserscheinungen hat, sich nicht mehr selbständig und koordiniert bewegen kann, ist dies eine Tortur.

Letztlich kann nur der Halter beurteilen, ob das Leben seines Tieres noch lebenswert oder bereits zur Qual geworden ist - diese schwere Entscheidung kann ihm leider keiner abnehmen. Bei offenen Fragen, Unsicherheit und Zweifeln ist der Tierarzt mit seinem fachlichen Rat - und seiner Erfahrung - eine wertvolle Hilfe, auf die der Tierhalter vertrauen kann.

Leidet mein Tier im Tod ?

Der medizinische Fachausdruck für Einschläfern lautet " Euthanasie ", was aus dem Griechischen kommt und übersetzt "gutes Sterben " heißt ( Eu = gut , thanatos = Tod ).

Viele Tierhalter haben dennoch Bedenken, das Tier könne beim Einschläfern leiden, den Tod bewusst erleben. Diese Sorge ist unbegründet.

Wird ein Tier eingeschläfert, erhält es eine Spritze mit einem Narkotikum, genauso wie bei operativen Eingriffen oder Zahnsteinentfernungen. Das Tier wird so zunächst in eine tiefe Narkose versetzt, Schmerzempfinden und Wahrnehmung werden vollkommen ausgeschaltet. Erst danach erhält das Tier eine Überdosis eines Medikamentes, in tiefer Narkose hört es dann auf zu atmen, das Herz hört auf zu schlagen. Das Tier nimmt davon jedoch nichts mehr wahr !

Unter Umständen kann es schon mal sein, dass sich das Tier während oder nach dem Einschläfern noch bewegt , Kot oder Harn absetzt. Diese Abläufe finden aber keineswegs bewusst statt, das Tier bekommt davon nichts mehr mit. Bei der Muskelbewegung handelt es sich lediglich um eine Art Reflex, der auf rein biochemische Vorgänge im Körper zurückzuführen ist. Kot- und Harnabsatz entsteht durch die Erschlaffung der jeweiligen Schließmuskeln

Wer soll in der Schweren Stunde dabei sein ?

Ob man als Halter anwesend sein möchte, wenn das Tier eingeschläfert wird, ist eine sehr persönliche Entscheidung, für die es kein allgemeingültiges Richtig oder Falsch gibt.

Wer glaubt, mit der Situation nicht umgehen und fertig werden zu können, sollte lieber darauf verzichten.

Diese Frage sollte nicht erst in letzter Minute entschieden werden. Dies spontan zu tun, wenn die Situation kurz bevorsteht, kann leicht überfordern. Die daraus entstehende Unruhe kann sich auf das Tier übertragen. Ebenso sollte vorher überlegt werden, ob die Begleitung eines nahe stehenden, vertrauten Menschen hilfreich sein könnte und erwünscht ist.

War das Tier Mitglied einer Familie mit Kindern, so sollten auch diese auf Wunsch die Möglichkeit haben, das Tier in seinen letzten Minuten zu begleiten. Besonders für Kinder kann es wichtig sein, dass ein vertrautes Tier nicht einfach aus ihrem Leben verschwindet. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Kinder, die dabei sind, wenn ihr Tier ruhig einschläft, und sich so mit eigenen Augen vergewissern können, dass es ihm dabei gut geht, mit dem Verlust erstaunlich gut umgehen können.

Aus eigenen Erfahrungen warnen wir jedoch davor, die Entscheidung, ob ein Tier eingeschläfert werden muss, auf die Kinder zu übertragen. Diese sind bei Entscheidungen über Leidenlassen oder Erlösen ihres Heimtieres sehr oft überfordert, die Entscheidung sollten die Eltern übernehmen und dem Kind die Gründe deutlich erläutern.



Plötzlicher Tod des Tieres

Stirbt ein Tier bei einem Unfall oder durch eine akute Notfallerkrankung, bedeutet das für den Halter die plötzliche Konfrontation mit dem Tod. Er konnte sich auf den Abschied innerlich nicht einstellen und vorbereiten. Dadurch kann zunächst ein Schockzustand ausgelöst werden, sehr oft folgen darauf Schuldgefühle. Der Halter macht sich Vorwürfe, seine Aufsichts- und Sorgfaltspflicht nicht gerecht geworden zu sein. Aber kein Tier kann vor allen Risiken bewahrt werden. Ein gewisser Trost ist:

Das Tier hat dank gewisser Freiheiten sein Leben besonders intensiv erlebt!

Was passiert mit meinem verstorbenen Tier?

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten:

  • Die eine ist, dass sich der Tierarzt des toten Tieres annimmt. Er kümmert sich darum, dass es in eine so genannte Tierkörperbeseitigungsanlage gebracht und dort verbrannt wird.

    Des Weiteren kann über den Tierarzt eine Firma mit der speziellen Verbrennung des Tieres in einem Haustier-Krematorium beauftragt werden. Dabei gibt es die Möglichkeiten der Sammeleinäscherung oder der individuellen Einäscherung mit Rücksendung der Asche in einer kleinen Urne.

  • Eine weitere Möglichkeit ist, dass das verstorbene Tier von seinem Halter mitgenommen wird. Dann ist er dafür verantwortlich, dass das Tier nach gesetzlichen Vorschriften beerdigt oder verbrannt wird.

Tierhalter mit einem eigenen Grundstück können ihr Tier selbst beerdigen. Vorausgesetzt, das Grundstück liegt nicht in einem Wasserschutzgebiet. Ferner muss das Grab in einem ausreichenden Abstand zu öffentlichen Wegen angelegt werden und mindestens 50 cm unter der Erdoberfläche liegen.

  •  In Parks, öffentlichen Grünanlagen oder im Wald dürfen Tiere nicht begraben werden. Wer kein eigenes Grundstück besitzt, kann aber das Angebot und den Dienst von Tierfriedhöfen oder Tierkrematorien in Anspruch nehmen.

Trauer um das Tier - ist das normal ?

Trauer ist ein Teil jeder Beziehung zwischen zwei Lebewesen. Die Mensch - Tier - Beziehung bildet da keine Ausnahme. Eine Zeit der Trauer nach dem Tod eines Tieres ist also völlig normal.

Die Trauer um ein Tier gestaltet sich individuell und kann unter Umständen sehr intensiv sein und lange dauern. Der Tierhalter sollte versuchen, sich nicht dagegen zu wehren und seine Traurigkeit zu akzeptieren.

Der Verlust betrifft aber nicht nur den vertrauten Gefährten, sondern auch die gemeinsamen Aktivitäten, zum Beispiel Spaziergänge oder gemütliche Schmusestunden auf dem Sofa. Dass auch dieses vermisst wird, muss erkannt und akzeptiert werden. Wer sich dafür Zeit lässt, schafft es meist leichter, die Trauer zu überwinden.

Was hilft bei der Trauer ?

Der Tränen und Trauer um einen geliebten Familienangehörigen, auch eines Tieres, sollte sich niemand schämen !

Gespräche mit Freunden oder der Familie helfen meistens am besten. Nicht immer kann aber erwartet werden, dass diese die Trauer um ein Tier wirklich nachempfinden und verstehen können. Dies ist nicht etwa böse Absicht, sondern lediglich Ausdruck unterschiedlicher Sichtweisen und Erfahrungen. Dennoch ist die Trauer eines Tierhalters normal und sein gutes Recht - auch wenn das Umfeld dies nicht unbedingt immer anerkennt. Verständnisvolle Zuhörer können auch der Tierarzt oder sein Praxisteam sein. Sie erleben tagtäglich Freud und Leid mit Tieren und können die Gefühle eines trauernden Tierhalters verstehen.

Vielleicht kann der Tierarzt Kontakt zu anderen Tierhaltern, die in der gleiche Situation sind, vermitteln, so dass die Trauer um ein Tier gemeinsam bewältigt werden kann.

Wer trotz allem merkt, dass er mit seiner Trauer allein nicht fertig wird, sollte einen Besuch beim Tierarzt oder Hausarzt nicht scheuen. Diese stehen bei der Suche nach einer geeigneten professionellen Beratung und Hilfe gern zur Seite.

Soll ein neues Tier ins Haus ?

Manche Menschen können sich ein Leben ohne Tier nicht vorstellen. Sie suchen sich im Tierheim oder beim Züchter sofort einen neuen Gefährten. Andere können sich nicht sogleich dafür entscheiden. Wie auch immer sich ein Tierhalter verhält, wichtig ist allein, dass er den für sich richtigen Zeitpunkt und Weg findet.

Die Dinge zu überstürzen ist weder im Sinne des Tierhalters noch des neuen Tieres.

Sinnvoll kann es sein, sich frühzeitig zu überlegen, was wird, wenn das alte Tier einmal sterben sollte. Also bereits dann, wenn es in die Jahre kommt oder krank wird. Oft ist es vorteilhaft, schon dann ein zweites, junges Tier ins Haus zu holen. Das zweite Gefährte schafft Lebensfreude und hilft, die spätere Trauer um das erste Tier zu erleichtern.

© 2000 - 2006 Dr. med. vet. Kristine Hucke, 65197 Wiesbaden

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Gefährliche Katzenhalsbänder

@ Dr. med. vet. Eva Haberpeuntner   

Aus „aktuellem Anlass“- aber leider kein Einzelfall - möchte ich ein paar Zeilen zum Tragen von Halsbändern von Katzen mit Freigang schreiben:

Aus verschiedenen Gründen entscheiden sich TierbesitzerInnen dazu, ihren Katzen ein Halsband zu kaufen: zur Kennzeichnung (z.B. mit Beschriftung oder Adresshülsen), mit Glöckchen gegen das „Vogelfangen“, als Schutz vor Zecken und Flöhen oder auch mal zur „Zierde“. Erhältlich sind Halsbänder in allen Farben und verschiedenen Materialien, mit und ohne sogenannter Sollbruchstelle oder dehnbarem Gummianteil

 Die Gefahr für die Katzen liegt nun darin, dass auch Bänder mit solchen „Vorkehrungen“ nicht abreißen bzw. sich weit genug dehnen lassen, wenn das Tier beim Baumklettern am Ast hängen bleibt, oder sich am Zaun verfängt um nur zwei Beispiele zu nennen. Kann sich die Katze das Band nun nicht abstreifen, versucht sie erst durch Ziehen das Band um den enger werdenden Hals los zu bekommen. Zusätzlich streift sie meist mit den Vorderbeinen nach vorne um sich des Bandes zu entledigen. Dabei kann es geschehen, dass sich ein Bein zwischen Hals und dem Band verfängt, das Halsband schräg bis zur Schulter rutscht und unter der Achsel durchzieht. Durch die Bewegungen wird das Band immer enger und schnürt sich in die Haut ein.

Unser schwarz-weißer Kater von dem das Foto aufgenommen wurde (Foto: Frau Preinfalk) konnte als herumstreunender „wilder“ Kater letztendlich nur mittels Katzenfalle gefangen werden. Erst in Narkose konnte das ganze Ausmaß der Verletzung festgestellt werden, da das Tier unter Schmerzen niemanden an sich heran ließ. Das Flohhalsband war tief unter der Achselhaut und um den gesamten Hals schon in die Muskulatur eingewachsen. Die eitrige verschmutze Wunde wurde chirurgisch versorgt und nur mit Hilfe von Antibiotika und Schmerzmittel heilte die Verletzung langsam ab. Auch dieses weiße Flohhalsband war mit einer Sollbruchstelle versehen...

 Bitte informieren Sie sich vor dem Kauf von Katzenhalsbändern bei Ihrem Tierarzt oder im Zoofachhandel über Alternativen gegen Zecken und Flöhe (z. B. bewährte Präparate zum Auftropfen auf die Haut) und zur Kennzeichnung (z.B. Tätowierung und /oder Chip).

 

Wenn Haustiere Zimmerplanzen fressen, kann das zu Vergiftungen führen

Nicht alles, was lecker aussieht,ist auch zum Anknabbern geeignet -

diese Lektion müssen gerade junge Hunde,aber auch Katzen noch

lernen. Gefährlich werden können beispielsweise Zimmerpflanzen.

Philodendron, Ficus und Weihnachtsstern sind zwar eine schöne Dekoration im Eigenheim, bergen für Haustiere aber eine nicht zu unterschätzende Gefahr. hunde und Katzen können nicht zwischen giftigen und ungiftigen Pflanzen unterscheiden und knabbern deshalb mitunter auch Zimmerpflanzen an. Der Grund dafür sind Spieltrieb und Neugierde, gerade bei jungen Hunden. Außerdem hilft es Katzen bei der Verdauung, kleine Mengen "Grünzeug" zu fressen. Ähnlich verhält es sich bei Hunden, die, wenn ihnen nicht ganz wohl ist, Gras oder andere Pflanzenteile fressen.

Pflanzen und Symptome

Besonders gefährlich sind für Katzen beispielsweise Efeu, Buchsbaum, Maiglöckchen, Nelken und Weihnachtssterne. Hunde vertragen, ebenso wie Vögel und Kleintiere, keine Aloe, Begonie, Lilie, keinen Christusstern und kein Einblatt. Für Hund und Katz`gleichermaßen schädlich sind folgende Pflanzen:

Narzisse: Sie löst Erbrechen,Durchfall, Koliken,Gleichgewichtsstörungen und Krämpfe aus

Ficus benjamini: Der "Genuss" von Blättern des Gummibaums bzw. der Birkenfeige kann beim Haustier zu Erbrechen, Durchfall, Klämpfen und Lähmungen führen.

Philodendron: Wurde diese Pflanze angeknabbert, macht sich das mit starkem Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall und Schädigungen der Maulschleimhaut bemerkbar.

Was tun bei "Pflanzenvergiftung"??

Hat ein Haustier Pflanzenteile gefressen und zeigt anschließend Symptome oder auffälliges Verhalten, am besten die Reste der Pflanze aufsammeln und mit zu Tierarzt nehmen. Dieser kann anhand der Symptome und der Pflanzenteile den Auslöser der Vergiftung bestimmen.

Katzengras als Alternative

Übrigens: In den meisten Fällen müssen nicht alle Zimmerpflanzen rigoros beseitigt  bzw. vor dem Haustier in Sicherheit gebracht werden. Meist reicht es, zusätzlich zum normalen Futter auch etwas Grünzeug, zum Beispiel Katzengras, anzubieten.

 

 

 

Wollen Sie wissen, wie alt Ihre Katze in Menschenjahren ist ??

Katzenalter            Menschenjahre

                                 1 Monat          =       6 Monate                     

                                 3 Monate        =       4 Jahre

                                 6 Monate        =      10 Jahre

                                 1 Jahr             =      18 Jahre

                                 2 Jahre          =       25 Jahre

                                 3 Jahre          =       30 Jahre

                                 4 Jahre          =       35 Jahre

                                 5 Jahre          =       40 Jahre

                                 6 Jahre          =       42 Jahre

                                 7 Jahre          =       45 Jahre

                                 8 Jahre          =       50 Jahre

                                 9 Jahre         =        55 Jahre

                                10 Jahre         =        60 Jahre

                                12 Jahre         =        70 Jahre

                                14 Jahre         =        80 Jahre

                                16 Jahre         =        90 Jahre

                                18 Jahre         =       100 Jahre 

 Nun ist es für dich vielleicht einfacher, gewisse Verhaltensweisen BESSER zu verstehen.

Unter diesem "Altersaspekt" betrachtet, sind sich Katzen und Mensch dann doch sehr ähnlich. Wenn du dich bemühst, auf dieses Altersverhalten Positiv einzugehen, wird du mit deiner Katze immer einen positiven Dialog finden. Denn letztlich will deine Katze nur das Beste für dich!!!! In jeder Alterslage. Sie kann oft viel mehr dein "Altersverhalten" einschätzen als umgekehrt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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