Katzen Krankheiten

Erkrankungen des Harn- bzw. Verdaungsapperates

  Nierenerkrankung
  Harnwegserkrankung
  Verdauungsstörungen
  Verstopfung
  Chronischer Durchfall
  Gastritis / Enteritis / Collitis
  Lebererkrankungen
  Adipositas / Übergewicht

PKD Polycystic Kidney Disease

 

HCM oder HKM

 


Virusinfektionen:  

Katzenschnupfen
  Katzenseuche
  FeLV - Leukose (Katzenleukämie)
  FIP - Feline Infektiöse Peritonitis

  FIV - Feline Infectious Immundeficiency (Katzenaids)
  FIA - Feline Infektiöse Anämie
  Tollwut
  Toxoplasmose
  Impfschutz
 

 

Katzenseuche - Cronologie einer Tragödie

Parvovirose / Panleukopenie


Erkrankungen im Kopfbereich:  


  Katzenschnupfen
  Konjunktivitis (Bindehautentzündung)
  Bronchitis
  Ohrenerkrankungen
  Zahnstein
  Zahnschmerzen


Krämpfe und Anfälle:     
  Epilepsie


Hormonstörungen: 

 Schilddrüsenfehlfunktionen (Über- oder Unterfunktion)


Blutkrankheiten:   

Blutuntersuchung bei Katzen 

Anämie
  Katzenleukämie


 Parasitenbefall:

Kampf dem Wurm
  Fuchsbandwurm
  Flohbefall
  Zeckenbefall


 

Notfälle von A bis Z

 

Woran erkennt man eine kranke Katze?

· Appetitlosigkeit
· Stumpfes Fell
· Apathie
· Tränende Augen
· rinnende, kalte/warme Nase
· Mundgeruch
· Unsauberkeit
· Verstopfung
· Durchfall

 

Erste Hilfe für die Katze

 

 

Vergiftungen & Erste Hilfe bei Vergiftungen

Es gibt eine Vielzahl von chemischen Verbindungen, die für Katzen schädlich sein können. Jedoch ist aufgrund der besonderen Lebensgewohnheiten der Katzen die Gefahr einer Vergiftung - im Gegensatz zu Hunden und Pflanzenfressern - nicht sehr groß.

Die Art der Nahrung, die eine Katze überhaupt zu sich nimmt, ist verhältnismäßig beschränkt. Daraus folgt, daß Köder mit Nagetiergiften, verdorbenes Futter, Abfälle oder andere Giftstoffe weniger von Katzen als von anderen Tierarten beachtet werden. Katzen sind zudem selten verfressen. Sie nehmen Futter bis zur ausreichenden Sättigung auf und dann erst wieder bei erneutem Hungergefühl. Da die meisten Katzen ihr Futter gut durchkauen, haben sie die Möglichkeit, es abzuschmecken und, falls es ihnen widerwärtig erscheint, das Futter abzulehnen.

Katzen können wie andere Lebewesen auf drei Wegen vergiftet werden:
1. durch den Magen-Darm-Trakt
2. über die Haut und
3. über die Atemwege.
 

Die beiden erstgenannten Vergiftungen treten in der Praxis oft auf. Im allgemeinen halten Katzen ihr Fell durch häufiges Lecken sauber. Diese Gewohnheit kann dazu führen, daß jeder Giftstoff, der sich auf dem Fell befindet, aufgenommen wird. Die natürliche Neugierde treibt die Katze an, ihre Umgebung gründlich zu untersuchen, wodurch sie auch an Orte mit potentiellen Giftstoffen gelangen kann. Neugierde bewegt sie dazu, verschiedene im Haushalt vorkommende Pflanzen, die giftig sein können, zu beriechen und zu benagen. Insektenvernichtungsmittel, Medikamente, offene Dosen mit Frostschutzmittel und eine große Menge von potentiell tödlich wirkenden Mitteln werden von ihr untersucht. Der normale Jagdinstinkt der Katze kann dazu führen, daß vergiftete Nagetiere und Insekten gefangen und gefressen werden, dadurch wird auch eine verspätete Vergiftung möglich.
Einige Symptome
· Magen-Darmstörungen
· Hautgeschwüre bis Gewebszerfall
· Schmerzen im unteren Bauchbereich
· Magersucht
· Atem- und Kreislaufstörungen
· Blausucht (Zunge, Zahnfleisch)
· Schock
· Zusammenbruch
· plötzlicher Verlust des Bewußtseins
· Krampfanfälle
 

Die Erkrankung setzt meist plötzlich ein, und es entwickeln sich rasch schwere klinische Symptome.
Stellen Sie fest, womit sich das Tier vergiftet hat, und nehmen Sie, falls möglich die Verpackung oder sogar eine Probe des Erbrochenen mit zum Tierarzt.

 

 

Informationen über Geburt und Aufzucht von Katzen

Geburt und Aufzucht

Etwa zwei Wochen vor der Geburt beginnt die werdende Mama nach einem sicheren Wurfplatz zu suchen. Stellen Sie Ihrer Katze eine mit Zeitungspapier ausgepolsterte Wurfkiste bereit. Obenauf legen Sie einen alten Bettbezug oder ähnliches. Nach der Geburt wird das mit Fruchtwasser durchfeuchtete Zeitungspapier mitsamt dem alten Bezug gegen eine weiche, saubere Unterlage ausgetauscht. Nehmen Sie dafür keine Frotteeware, die Kätzchen können ihre Krallen noch nicht einziehen und bleiben an den Schlingen hängen.

Wenn Ihre Katze sehr auf Sie bezogen ist, wird sie erwarten, dass Sie sich während der Geburt zu ihr setzen. Normalerweise machen Katzen instinktiv alles selbst. Sobald das erste Kätzchen geboren ist, wird die Mutter die Fruchtblase öffnen und das Kleine trockenlecken. Lediglich unerfahrene Mütter wissen manchmal nicht, was sie tun sollen. Wenn Sie bemerken, dass die Katze nicht gleich die Fruchthülle öffnet, müssen Sie es tun, damit das Kleine atmen kann. Öffnen Sie die Fruchthülle am Köpfchen, befreien Sie das Köpfchen vom Schleim und rubbeln Sie das Kleine mit einem Handtuch trocken. Achten Sie auch darauf, dass zu jedem Kätzchen eine Nachgeburt vorhanden ist. Die Nachgeburt wird normalerweise aufgefressen, tut die Mutter es nicht, müssen Sie sie entfernen. Unerfahrene Katzenmütter fressen möglicherweise die Nabelschnur zu kurz ab. Es sollten zwei bis drei Zentimeter bleiben. Halten Sie in dem Fall schützend Ihre Hand vor den Bauch des Kätzchens.

Eine Geburt kann sehr schnell gehen  - die Kätzchen kommen im Abstand von 15 - 20 Minuten -  oder auch sehr lange dauern. Nicht selten machen Katzen zwischen den einzelnen Kätzchen Pausen von einigen Stunden. Solange die Katze ruhig ist, einen zufriedenen Eindruck macht, schnurrt und sich um die bereits geborenen Kätzchen kümmert, besteht kein Grund zur Besorgnis. 

Wann Sie eingreifen sollten:

Sobald die Katze über zwei Stunden starke Wehen hat, ohne dass ein Kätzchen geboren wird. Möglicherweise blockieren zwei Kätzchen gleichzeitig den Geburtskanal. Dann müssen Sie zum Tierarzt, der entscheidet was zu tun ist. Eventuell ist ein Kaiserschnitt nötig.

Wenn eine Wehenschwäche eintritt, müssen Sie ebenfalls den Tierarzt aufsuchen. Die Wehen werden nach und nach schwächer und hören ganz auf, obwohl Sie eindeutig an den Bewegungen sehen können, dass sich noch ein Kätzchen im Bauch befindet. Dieser Zustand unterscheidet sich deutlich von den normalen Pausen zwischen den einzelnen Geburten, die Katze scheint schlapp und ausgelaugt. Der Tierarzt wird entscheiden, ob eine Wehenspritze ausreicht oder ein Kaiserschnitt nötig ist.

Ab und zu wird ein Kätzchen geboren, das schlaff daliegt und nicht atmet. Die Mutter wird sich um dieses Kätzchen nicht kümmern. Rubbeln Sie es kräftig mit einem Handtuch ab, um die Atmung anzuregen. Sie können auch vorsichtig beatmen, wenn Sie sich dazu überwinden können. Respirot ist ein Medikament, das die Atmung anregt. Sie bekommen es beim Tierarzt und sollten es vorsorglich im Hause haben. Geben Sie dem Kätzchen einen Tropfen ins Mäulchen. Es ist schon vorgekommen, dass ein Kätzchen erst nach über 20 min. zu atmen anfängt.

Kommt ein Kätzchen in Steißlage (Hinterteil, Schwänzchen und ein Beinchen sind bereits draußen) und die Katze hat Schwierigkeiten beim Austreiben, können Sie vorsichtig durch leichtes ziehen helfen. Ziehen Sie aber nur während einer Wehe.

Nabelt die Mutter die Kätzchen nicht ab, knipsen Sie die Nabelschnur mit den Fingernägeln durch, das kommt dem Abkauen der Mutter am ähnlichsten. Wenn Sie eine Schere nehmen, blutet die Nabelschnur viel stärker.

Nach der Geburt

Wiegen Sie die Kleinen und bestimmen Sie das Geschlecht. Machen Sie sich eine Wiegeliste und wiegen Sie die Kleinen täglich zur gleichen Zeit. So können Sie feststellen, ob alles in Ordnung ist. Eine Gewichtsabnahme vom ersten zum zweiten Tag ist normal, ab dem zweiten Tag sollten die Kleinen täglich zwischen 10 und 20 g zunehmen.

Nimmt ein Kätzchen ohne ersichtlichen Grund ab, kontrollieren Sie das Mäulchen, eine Gaumenspalte könnte die Ursache sein. Ein solches Kätzchen ist leider nicht lebensfähig und muss eingeschläfert werden. 
Eine andere Ursache kann Fruchtwasser sein, das bei der Geburt in die Lunge gelangt ist. Es entsteht eine Lungenentzündung und beim Atmen sieht man deutlich, wie das Kätzchen nach Luft schnappt. Auch hier kann der Tierarzt meist nicht helfen, diese Kätzchen überleben die ersten Tage nicht. 
Geht der ganze Wurf ohne ersichtlichen Grund innerhalb der ersten Wochen ein, sollte man immer auch an die Blutgruppenunverträglichkeit denken. Einen Link dazu finden Sie auf unserer Seite über Katzenkrankheiten (Blutgruppendatenbank).
Es gibt noch viele andere Ursachen, generell gilt: Sofort zum Tierarzt, ein so kleines Kätzchen hat noch keine Abwehrkräfte und tierärztliche Hilfe ist unumgänglich.

Handaufzucht

Hat die Mutter keine Milch oder kommt vom Freigang nicht zurück, was bei Hauskatzen häufig vorkommt, müssen die Kleinen von Hand aufgezogen werden. Besorgen Sie sich beim Tierarzt Katzenaufzuchtsmilch, nehmen Sie nicht die in Tierfachgeschäften angebotene Milch. Diese ist mehr für erwachsene Katzen als Leckerli gedacht. Beim Tierarzt erhalten Sie Cimilac und KMR-Milch. Anfangs reicht eine Pipette, später ein Aufzuchtsfläschchen, das Sie im Tierfachgeschäft bekommen. 

In der ersten Woche müssen Sie alle zwei Stunden füttern, auch nachts. Ab der zweiten Woche reicht es, nachts nur alle drei bis vier Stunden zu füttern. Ist die Mutter dabei, wird sie anschließend den Putzvorgang erledigen. Sind die Kleinen Waisen, reiben Sie das Bäuchlein und die Aftergegend mit einem weichen Tuch und sorgen so dafür, dass die Kleinen sich entleeren.

Viele Katzenzüchter schwören auf die Aufzuchtsmilch Mamilac. Sie ist gehaltvoller als die Milch, die man beim Tierarzt bekommt. Mit Mamilac brauchen Sie nur alle drei bis vier Stunden zu füttern. Sie bekommen Mamilac direkt beim Hersteller, Fa. IWEST in Betzdorf, Tel. Nr. 0 27 41 - 34 57.

Handaufgezogene Kätzchen fangen früher an feste Nahrung zu fressen. Sie können den Kleinen ab der 4. Woche feste Nahrung anbieten. Bleiben Sie anfangs bei der gleichen Sorte, umso weniger Probleme werden Sie mit Durchfall haben. Bewährt hat sich, eingeweichtes Trockenfutter anzubieten, damit gibt es am wenigsten Probleme mit Durchfall.

Ein Katzenklo mit niedrigem Rand sollte ab dem Zeitpunkt bereit stehen, wenn die Kleinen die Wurfkiste verlassen. Kätzchen wollen instinktiv ihr Geschäft verscharren, sie werden sehr schnell sauber. Trotzdem passiert es ab und an, dass die Kleinen im Spiel vergessen wo das Klo steht oder der Weg zu weit ist. Abhilfe schaffen mehrere Klos in den Räumen, in denen sich die Kleinen aufhalten.

Das waren die wichtigsten Ratschläge und uns bleibt nur noch, Ihnen viel Spaß bei der Aufzucht Ihrer Kätzchen zu wünschen.

 

 

Vorbeugung
Viele Notfälle lassen sich vermeiden, indem man mögliche Gefahrenquellen ausschließt:
Daß zum Beispiel die Tiere im Sommer nichts in parkenden Autos (sei es auf dem Rastplatz während der Urlaubsreise oder vor dem Haus des Tierarztes dessen Wartezimmer überfüllt ist) zu suchen haben versteht sich von selbst. Überhaupt sollte man davon absehen, die Tiere an heißen Tagen im Auto zu transportieren! ... Ungesicherte Stromleitungen stellen für junge Tiere eine Gefahr dar, wenn sie darauf herumkauen....... Katzen können bei ihren Streifzügen in gekippten Fenstern hängenbleiben oder sich mit ihrem Halsband verheddern. ... Eine reibungslose Geburt läßt sich durch ausgewogene Fütterung während der Trächtigkeit, vorbereitende Tierarztbesuche und ein ruhiges, ungestörtes Plätzchen zur Niederkunft sichern.
Natürlich gibt es noch viele andere Bereiche, in denen wir auf die Sicherheit unserer "Tiger" achten und sie vor Verletzungen und Unfällen schützen können. Geschieht dennoch ein Unfall oder finden wir irgendwo auf der Straße ein verletztes Tier vor, können wir durch überlegtes Handeln vielleicht noch das Schlimmste zu verhindern.
(Und bitte im Ernstfall nicht aus Angst vor den rechtlichen Folgen vom Helfen abhalten lassen!)
Grundlagen der Ersten Hilfe
Ein akuter Notfall erfordert klares Denken und zielgerichtetes Handeln.
Die erste Regel lautet daher: Ruhe bewahren!
" Obwohl einige Sofortmaßnahmen für das Leben des Tieres sehr wichtig sind, kann die Erste Hilfe niemals die Behandlung beim Tierarzt ersetzen! Das wichtigste Ziel sollte daher stets sein, baldmöglichst den Tierarzt zu erreichen. Ruft Euch Hilfe herbei, damit Ihr Euch auf lebensrettende Maßnahmen konzentrieren könnt, während ein Helfer assistiert, beim Tierarzt anruft, den Wagen fährt etc.
" Falls das Tier noch auf Zurufen reagiert, nähert Euch vorsichtig und prüft den
Zustand des Patienten. Seid darauf gefaßt, daß auch ein Euch bekanntes Tier in Notfallsituationen unvermittelt beißen und kratzen kann.
" Sind keine Atembewegungen zu erkennen und wirkt das Tier völlig leblos, ist es möglicherweise durch sofortige Wiederbelebungsmanahmen noch zu retten.
" Hellrot pulsierende Blutungen (Schlagader) sollten abgebunden werden oder mit einem sauberen Taschentuch oder einem Stapel steriler Gazetupfer aus der Notfallapotheke fest abgedrückt werden, während man das Tier zum Arzt transportiert.
Erste Kontaktaufnahme
Wenn man sich einem verletzten Tier nähert, sollte man daran denken, daß Tiere
unberechenbar sind, wenn sie Schmerzen, Angst oder einen Schock haben. Viele Besitzer sind in Notfallsituationen schon von ihrem eigenen Tier gebissen worden. Beim Annähern sollte man daher möglichst ruhig und behutsam auf das Tier einsprechen und auf plötzliche Situationen gefaßt sein. Eine Decke kann bei schwer einschätzbaren Situationen gute Dienste leisten: Man kann sie zur Not über das Tier werfen und es darin einwickeln. Ist das Tier bewußtlos und sind Verletzungen zu befürchten, kann man die Decke vorsichtig unter das Tier ziehen und sie dann mit einem Helfer wie ein Sprungtuch spannen. So vermeidet man, daß man durch Zupacken den Zustand des Tieres verschlimmert.
  
Prüfung der Lebensfunktionen
Bei einem bewußtlosen Tier kann man mit einfachen Mitteln den Zustand überprüfen:
" Zunächst aus der Distanz auf Atembewegungen achten, sprich das Heben und Senken des Brustkorbs
" Prüfen, ob das Tier auf Ansprache reagiert.
" Prüfen des Kreislaufzustandes: Man hebt die Oberlippe an und drückt mit dem Finger auf das Zahnfleisch. Innerhalb von zwei Sekunden sollte sich die Stelle wieder rosa färben, andernfalls hat das Tier vermutlich einen Kreislaufschock erlitten.
" Den Puls fühlt man beim Tier an der Innenseite des Oberschenkels, den Herzschlag kann man in Höhe des Ellenbogens am Brustkorb spüren.
" Man kann mit einer Taschenlampe in die Augen leuchten: Die Pupillen müssen sich daraufhin verengen, wenn das Tier noch zu retten sein soll.
" Sind weder Pupillenreflex noch Anzeichen für eine Atmung und Herzschlag vorhanden, ist das Tier bereits tot. Reagieren jedoch die Pupillen noch, sollte sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen werden.

Wiederbelebungsmaßnahmen
Ziel ist, die Sauerstoffversorgung der wichtigsten Organe wiederherzustellen. Dazu muß sowohl die Atmung als auch der Blutkreislauf funktionieren. Dazu muß sowohl die Atmung als auch der Blutkreislauf funktionieren. Geht bei einem leblosen Tier stets nach dem A-B-C-Schema vor:
" A = Atemweg
Öffnet das Maul und zieht die Zunge nach vorne. Seht in den Rachen und entfernt Fremdkörper, Schleim oder Erbrochenes, um die Atemwege freizulegen. Katzen können dazu auch an den Hinterbeinen festgehalten und kopfüber hochgehalten werden (JEDOCH NICHT BEI VERDACHT AUF WIRBELSÄULENSCHÄDEN!).
 
" B = Beatmung
Sind die Atemwege frei, kann man das bewußtlose Tier beatmen. Zieht hierfür die Zunge nach vorn, schließt die Schnauze mit der Hand und streckt den Hals. Beatmet das Tier durch dessen Nase (evtl. mit einem vorgehaltenen Tuch). Beatmet etwas alle 3 Sekunden und achtet darauf, daß sich der Brustkorb hebt, aber nicht zu sehr wölbt.
 
" C = Circulation (Kreislauf)
Prüft den Herzschlag an der seitlichen Bustwand und den Puls an der Innenseite des Oberschenkels. Seid Ihr sicher, daß ein Herzstillstand vorliegt, solltet Ihr eine externe Herzmassage vornehmen. Dazu legt Ihr eingefaltetes Tuch unter den Brustkorb des Tieres und legt Ihr Eure linke Hand flach auf den Brustkorb, etwa in Höhe des Ellenbogens. Danach preßt Ihr in schneller Folge fünf- bis zehnmal MIT ZWEI FINGERN der rechten Hand auf Eure Linke, um das Herz wieder zum Schlagen anzuregen. Beatmet das Tier jeweils ein- bis zweimal, bevor Sie den Herzschlag kontrolliert und ggf. erneut massiert.

Das Anlegen von Verbänden
Schlagader-Blutungen abbinden:

Bei Verletzungen und stark blutenden Wunden ist es sinnvoll, für den Transport zum Tierarzt einen Verband anzulegen. Es ist jedoch darauf zu achten, daß dieser Verband nicht zu fest sitzt. Eine Ausnahme sind pulsierende hellrote Blutungen, bei denen ein arterielles Gefäß geöffnet ist und starke Blutverluste drohen. Diese sollten direkt über der Blutung abgebunden oder mit einem Stapel sauberer Taschentücher oder steriler Gazetupfer abgedrückt werden.
 
Verletzungen verbinden
" Direkt auf die Wunde sollte eine fusselfreie sterile Abdeckung kommen (für den Transport geht zur Not auch ein frisches Handtuch).
" Bei dauerhaften Verbänden besteht die nächste Schicht aus polsternder Verbandwatte. Bei Pfotenverbänden muß unbedingt zwischen den Zehen und unter der Afterkralle gepolstert werden., sonst entstehen Druckstellen. Die ein- bis zweifingerdicke Polsterung wird mit elastischer Binde umwickelt und straff angezogen, ohne jedoch die Blutzirkulation abzuschnüren.
" Die äußerste Schicht besteht aus gewebeverstärktem Klebeband oder Pflaster und ist an stark beanspruchten Stellen wie der Sohle durch mehrere Lagen zu verstärken.
" Um den Verband am Rutschen zu hindern. Kann er auch mit Pflaster am Fell fixiert werden, allerdings nicht auf unbehaarter (oder geschorener) Haut, da sich sonst Haut- entzündungen bilden.
 
Der Transport zum Tierarzt
Wenn möglich, sollte man vorher beim Tierarzt anrufen, ist die Praxis nicht besetzt, befindet sich auf dem Anrufbeantworter sicher die Angabe des zuständigen Notdienstes. Tierärztliche Kliniken sind rund um die Uhr erreichbar. Wenn beim Tierarzt bekannt ist, daß man kommt, kann dort alles für die Notfallversorgung vorbereitet werden.
" Man sollte niemals alleine zum Tierarzt fahren, es sei denn, das Tier ist in einem sicheren Behälter verwahrt.
" Gelähmte Tiere sollten auf einem Brett gelagert werden, um weitere Schäden für das Rückenmark durch Bewegung der Bandscheibe zu vermeiden.
" Man trägt die Katze am besten mit dem Nackengriff und hält dabei die Hinterbeine mit der anderen Hand gut fest. Sehr widersetzliche Katzen lassen sich oft nur unter großer Vorsicht mit Hilfe einer übergeworfenen Decke in den Korb setzen. 
 
Die Notfall-Apotheke
Eine Notfall-Apotheke sollte in jedem Haushalt vorhanden sein. Mit wenigen Ergänzungen könnt Ihr sie auch für den Notfall am Tier ausstatten. Das soll jedoch keinesfalls eine Aufforderung zu Do-it-yourself-Behandlungsversuchen sein! Bei einem Notfall am Tier sollte immer ein Tierarzt hinzugezogen werden!
Der Inhalt der Notfall-Apotheke sollte stets auf Verwendbarkeit überprüft und erneuert werden:
" Polster- oder Verbandwatte (in Rollenform lassen sie sich schnell anlegen, herkömmliche Watte eignet sich aber auch)
" Selbstklebende Bilde (mit elastischen Binde, die von selbst haften, können im Notfall sehr rasch Verbände befestigt werden (an den Pfoten niemals Wattepolster vergessen!)
" Jod-Lösung (zur Desinfektion und Blutstillung, beispielsweise bei Nagelverletzungen, aber nicht bei größeren Wunden einsetzen!)
" Ringer-Lösung (sterile Elektrolytlösung ist ideal, um Wunden zu reinigen und um Fremdkörper aus dem Auge zu spülen)
" Mullbinden (eignen sich nicht nur zum Anlegen eines Wundverbandes, sondern auch zusammengerollt für einen Druckverband)
" Sterile Gazetupfer (beim Tierarzt oder in der Apotheke zu bekommen)
" Wundbalsam (beim Tierarzt erhält man ein geeignetes Mittel, mit dem man im Notfall Wunden desinfizieren und behandeln kann - wichtig ist, daß es nicht brennt!)
" Verbandschere (mit abgerundeter Spitz, um die Verletzungsgefahr gering zu halten)
" Kalzium-Trinkampullen (können bei Insektenstichen eingegeben werden)


 

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